Ultraschall-Untersuchungen

Neben der in den Mutterschaftsrichtlinien vorgesehenen, dreimaligen Ultraschalluntersuchung, oder auch Sonografie (in der Frühschwangerschaft, der 20.-23. SSW und in der 30. SSW) können natürlich in jeder anderen Schwangerschaftswoche weitere Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. Besonders geeignet für die Untersuchung der Pränataldiagnostik ist die 22. Schwangerschaftswoche, da zu diesem Zeitpunkt die besten Sichtbedingungen vorherrschen.

Ziel der Untersuchungen ist die Kontrolle über die Entwicklung und Durchblutung – und die Organe und Extremitäten – des Ungeborenen. Darüber hinaus wird durch die Sonografie ebenfalls das Fruchtwasser bemessen. Weiterführende und zusätzliche Ultraschalluntersuchungen sind für jede Schwangere sinnvoll. Erforderlich werden diese in spezifischen Verdachtsmomenten oder bei Risikofaktoren.

Hierzu gehören unter anderem: das Alter der Mutter (über 35), Mehrlingsschwangerschaften, Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenabusus, Chemikalienkontakt, Röntgen- oder Infektionsfälle während der Schwangerschaft, Diabetes, sowie bei möglichen erblichen Herzfehlern, Stoffwechselerkrankungen oder unklaren Todesursachen bei Neugeborenen innerhalb der Familie.

Nur ungefähr 5% möglicher fetaler Erkrankungen sind durch sonografische Untersuchungen nicht feststellbar. Spezialisierte und zusätzliche Ultraschalluntersuchungen sind für jede Frau in freudiger Erwartung eine Option für gefühlte Sicherheit durch konkrete Ergebnisse.

Bei weiteren Fragen zu Kostenaufwendung oder Möglichkeiten stehen wir Ihnen natürlich sehr gerne in unseren Praxisräumen zur Verfügung.

Doppler-Ultraschall

Ab der 20. Schwangerschaftswoche wird in manchen Fällen eine Doppler-Untersuchung angeraten. Wie auch einfache sonografische Untersuchungen steht es ein jeder Schwangeren frei, diese Leistung in Anspruch zu nehmen.

Zu einer regelmäßigen Doppler-Ultraschalluntersuchung kommt es bei Verdachtsmomenten und auffälligen Befunden. Zur Gewährleistung einer gesunden Entwicklung und Funktionalität bzw. Feststellung etwaiger unregelmäßiger Faktoren wird durch die genaue Darstellung einzelner Organe des Ungeborenen Aufschluss gegeben.

Die Untersuchung ermöglicht die Erkennung potentieller Schwächen des Mutterkuchens, Durchblutungsstörungen und wird des Weiteren bei zu kleinen Kindern bzw. zu geringem Wachstum des Fötus, Fruchtwassermangel und auffälligen Herztönen durchgeführt. Sie gibt Auskunft über mögliche Mangelversorgung, den Blutfluss in den Blut- und Hirngefäßen.

Der Doppler-Ultraschall ermöglicht eine genaue Prognose des Schwangerschaftsverlaufs und gibt exakte Hinweise zu therapeutischen Maßnahmen.

Streptokokken

Für Schwangere Frauen können diese Bakterien der Klasse B ein erhöhtes Risiko darstellen. Grundsätzlich haben B-Streptokokken ein relativ häufiges vorkommen im Scheiden- und Gebärmutterhalsbereich und verursachen keine direkten Beschwerden.

Gefährlich werden diese Keime erst im Falle eines vorzeitigen Blasensprunges oder einer verlängerten Entbindungsdauer. In diesen Fällen verbreiten sich die Bakterien in dem Fruchtwasser mit großer Geschwindigkeit und können so eine Infektion des Kindes verursachen.

Diese Infektionen können sich im weiteren Verlauf durch schwerwiegende Krankheitsbilder wie Blutvergiftung (Sepsis), Hirnhaut- und Lungenentzündungen des Kindes äußern. Besonders bei Frühchen ist das Risiko einer Infektion besonders hoch.

Wichtig ist die frühzeitige Erkennung einer Streptokokken-Besiedlung des Gebärmutterhalskanals. Durch einen Muttermund- bzw. Vaginalabstrich, durchgeführt in den letzten 3-4 Schwangerschaftswochen, kann das Krankheitsbild bei positivem Befund, mittels Antibiotika behandelt werden.